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Knochenaufbau und Sinuslift – Halt für Implantate

Was tun, wenn für das Einsetzen von Zahnimplantaten zu wenig Kieferknochen vorhanden ist?

Knochen aufbauen!  Die Entfernung eines Zahnes, die Gründe, die den Verlust des Zahnes zur Folge hatten (z.B. Entzündungen, Voreingriffe wie Wurzelspitzenresektionen) und auch langjähriges Tragen von Prothesen können zu Knochendefekten führen, so dass der Kieferknochen nicht mehr ausreichend Platz für Zahnimplantate bietet. Im Durchschnitt ist dies bei jedem zweiten geplanten Implantat der Fall. Moderne Verfahren zum Wiederaufbau des Kieferknochens (“Gesteuerte Knochenregeneration”) erlauben dennoch die sichere Versorgung mit Zahnimplantaten.

Bei der Gesteuerten Knochenregeneration werden Knochendefekte mit synthetischem Knochenersatzmaterial und/oder Eigenknochenstückchen aufgefüllt und anschließend mit einer Folie abgedeckt. In der Einheilzeit löst der Körper die Folie auf und bildet aus dem eingesetzten Material neuen Kieferknochen.

Aufgrund großer Fortschritte in der regenerativen Zahnmedizin kann mittlerweile in fast allen Fällen auf die unangenehme und früher weit verbreitete Knochenentnahme vom Becken verzichtet werden. Eigenknochen kann wesentlich sicherer und weniger belastend in der Gegend der Weisheitszähne gewonnen werden. Dazu trägt auch bei, dass bei uns die Entnahme von Eigenknochen nicht mehr mit Fräsen, Sägen oder Bohrern stattfindet. Bei dem von uns verwendeten Piezosurgery-Verfahren kommen stattdessen ultraschallaktivierte Spitzen zur Anwendung. Dadurch kann viel schonender und sehr sicher operiert werden.

Bei geringem Knochendefizit kann gleichzeitig mit dem Setzen eines Implantates die notwendige Breite des Kiefers wiederhergestellt werden. Bei größeren Knochendefekten erfolgt zuerst der Aufbau des Kieferknochens. Nach einer Einheilzeit von etwa sechs Monaten kann dann ein Implantat in den neu gebildeten Kieferknochen gesetzt werden.

Wenn Backenzähne im Oberkiefer durch Implantate ersetzt werden müssen, kommt häufig ein Sonderfall des Knochenaufbaus zur Anwendung: der Sinuslift. Nach dem Zahnverlust kommt es im Oberkiefer auch zum Abbau des ehemals zahntragenden Knochens, indem die Nasennebenhöhle (Kieferhöhle, “Sinus”) sich Richtung Mundhöhle ausdehnt. Um dann Implantate setzen zu können, muss diese “Ausstülpung” der Nebenhöhle wieder mit Knochen aufgefüllt werden (siehe Film, in engl. Sprache).

Bitte beachten Sie, dass beim Sinuslift nicht zwangsläufig Produkte der Fa. Geistlich verwendet werden müssen und dass das chirurgische Vorgehen je nach Patientenfall unterschiedlich sein kann.

Der Aufbau von Kieferknochen und der Sinuslift sind in der Regel wenig belastende, minimal-invasive chirurgische Eingriffe, die ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Auch nach diesen Operationen ist normalerweise mit nur geringen Beschwerden (z.B. eine Schwellung für zwei bis fünf Tage) zu rechnen.

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