Sprechzeiten: Mo, Di, Do 9-20 Uhr und Mi, Fr 9-16 Uhr
    Telefon +49 (0)30 40009540     → E-Mail praxis@verchkaner.de

Zahnschmerzen, Zahnunfall – was nun?

Außerhalb unserer Sprechzeiten erfahren Sie bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin, welche Praxen den Notdienst durchführen:

Tel. 030 – 89 004 333 oder http://www.kzv-berlin.de/fuer-patienten/notdienst.html

Einen zahnärztlichen Notfalldienst bietet auch die Charité an:

Tel. 030 – 450 562 613 oder http://zahnmedizin.charite.de/institut/sprechstunden/

Zahnunfall

Die Zahnrettungskette beginnt am Unfallort:

http://www.zahnunfall.de/d1_Home/d2b_Patienten/d2b_patienten.html

http://www.erhaltedeinenzahn.de/de/erhaltedeinenzahn/1015/wastunbeieinemzahnunfall.htm

Schmerzen nach einer Behandlung

Nach Entfernen von tiefer Karies, Entfernen von Kronen:

Schmerzen können vom behandelten Zahn oder vom umliegenden Gewebe (Zahnfleisch) ausgehen.

Der behandelte Zahn kann gereizt sein: er reagiert auf Aufbiss oder Kälte. Die häufigste Ursache ist eine vorübergehende Reizung des Zahnnervs, der durch die Behandlung einer tiefen Karies kurzfristig stärker als im Normalfall reagiert.

Wenn z.B. Kronen oder kariöse Stellen entfernt wurden, die tief unter das Zahnfleisch reichten, können während der Behandlung kleine Schürfwunden entstehen. Danach fühlt sich das Zahnfleisch wund an und schmerzt.

In der Regel sind diese Schmerzen aushaltbar oder – nach Rücksprache mit uns – mit Schmerzmitteln beherrschbar und innerhalb weniger Tage vorbei. Sollte das Zahnfleisch wund und schmerzhaft sein, empfiehlt sich – nach Rücksprache mit uns – diesen Bereich beim Zähneputzen auszulassen, um eine ungestörte Heilung zu ermöglichen. Stattdessen muss eine desinfizierende Mundspüllösung verwendet werden.

Muskeln und Kiefergelenke

können durch langes Aufhalten des Mundes während der Behandlung mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen reagieren. Diese klingen in der Regel innerhalb weniger Tage von alleine ab; in wenigen Fällen kann es sinnvoll sein – nach Rücksprache mit uns – ein geeignetes Schmerzmittel einzunehmen.

Beschwerden nach Wurzelkanalbehandlungen

Bei jeder Wurzelbehandlung sind Bakterien, deren Giftstoffe und totes Gewebe beteiligt. Einige Substanzen gelangen bei der Behandlung über die Wurzelspitze hinaus; es kann eine starke entzündliche Reizung des Knochens entstehen, die Druckschmerzen verursacht. Auch die verwendeten Desinfektionsmittel können den Knochen reizen, wenn kleine Mengen über die Wurzel hinausgelangt sind.

Meistens wird der Knochen binnen 48 h mit dieser Entzündung fertig, d.h., ein anfänglicher Schmerz (Dauerschmerz und/oder Aufbißschmerz) nimmt deutlich ab. Die ersten 24 h sollten Sie daher i.d.R. nur mit Schmerzmitteln (nach unseren Vorgaben) abwarten; gern können Sie uns kontaktieren, wenn Sie unsicher sind. Nach 24 h sollte der Schmerz im Abklingen sein.

Was tun?

Sollten Sie eine Schmerzzunahme merken, dann kontaktieren Sie uns unverzüglich.

Sollten Sie in den ersten 24 h oder später eine Schwellung (schmerzlos oder schmerzhaft) am Zahnfleisch am betroffenen Zahn tasten können oder sollte der Schmerz sich ausweiten oder sollten Lymphknoten schmerzempfindlich sein oder Schluckbeschwerden auftreten oder Ihr Allgemeinzustand (Benommenheit/Schwindel/fiebrig) sich verändern, dann nehmen Sie sofort Kontakt zu uns auf. Nachts sollten Sie bei starker Verschlechterung und eigener großer Unsicherheit den (zahn)ärztlichen Notdienst aufsuchen!

In diesen Fällen hat sich eine Infektion mit starker Abwehrreaktion gebildet, die auch zu Eiter führen kann. I.d.R. verordnen wir dann Antibiotika, die allerdings nur die Bakterien bekämpfen, nicht Giftstoffe oder totes Material abtransportieren. Die Beschwerden sind daher oft nicht gleich weg, eine Kontrolle ist daher nötig, bis der Körper sein Gleichgewicht wiedergefunden hat.

Bitte nehmen Sie Schmerzmedikamente und ggf. Antibiotika so, wie wir es mit Ihnen besprochen haben




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